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Calw zieht alle Register für die Schwarzwaldbahn

Fledermaustunnel auch Ausweichquartier für Bürgermeister?

NABU zweifelt an Verträglichkeit von Faißt und Schreiber mit Fledermäusen

Nichts unversucht lassen will das Landratsamt Calw um die heißbegehrte Hesse-Bahn (württembergische Schwarzwaldbahn von Calw nach Renningen) endlich aufs Gleis zu setzen: Mit den neuen Fledermaustunneln hat er es sogar geschafft, die Naturschützer mit ins Boot zu bekommen. Diese Tunnel will der Landkreis jetzt auch noch für einen weiteren Zweck nutzen: Als Ausweichquartier für die beiden störrischen Bürgermeister aus Weil der Stadt und Renningen. Beide verhindern bislang mit wenig begründeten Klagen den Baustart der Bahn.

Nach dem nun alle Vorbehalte des Nachbarlandkreises Böblingen, insbesondere der Stresstest für den S-Bahn-Betrieb weggefallen sind, biete sich der Tunnel für die beiden Bürgermeister und Mitglieder im Böblinger Kreistag an. Während der nun anstehenden entscheidenden Abstimmungen im Böblinger Kreistag könnten sie in den Tunneln Schutz suchen, um nicht gegen das Projekt stimmen zu müssen. Ein genialer Plan, meint man im Calwer Landratsamt.

Doch da spielt der Naturschutzbund nicht mit. Landesvorsitzender Johannes Enssle drohte sogar mit einer weiteren Klage: „ Faißt und Schreiber haben sich gegenüber der Nachbarkommune Calw so unsolidarisch verhalten, das es kaum anzunehmen ist, dass sie sich gegenüber den Fledermäusen in den Tunneln anders verhalten!“ Sie seien schlicht unverträglich zu jeglichen Nachbarn. Er fordert deshalb einen dreimonatigen Feldversuch, bevor er den Fledermaustunneln als Ausweichquartier für die Bürgermeister zustimmt. Es besteht also noch eine kleine Hoffnung für die Bahn! Es wird aber zu weiteren Verzögerungen kommen.

 


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