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Sichtbare Zeichen

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Mit der Reaktivierung auch des östlichen Teiles der Schwarzwaldbahn zwischen Calw und Weil der Stadt wird es ernst: Auf dem gesamten Abschnitt haben Mitte Oktober im Auftrag des Landkreises Calw plangemäß die Rodungen durch Forstfachbetriebe begonnen. Damit tritt lediglich der Zustand wieder ein, in dem sich die Bahnverbindung vom Bewuchs her vor 30 Jahren befand, als der damals vorläufig letzte Zug fuhr. Seinerzeit wurden Bahnkörper, Dämme und Böschungen regelmäßig gemäht und waren nur mit Gras bewachsen. Dies gewährte die Betriebssicherheit und wirtschaftlichen Unterhalt durch die notwendige gute Sicht auf die freie Strecke, die Signale und Überwege sowie durch möglichst wenig Eintrag von Humus in das Schotterbett und die Entwässerungsgräben.

Außerdem wahrt es die Standsicherheit der Erdbauwerke: Durch den seinerzeit vordringenden Baumbewuchs auf den 45 Grad geneigten Einschnittböschungen am Althengstetter Forsttunnel war es zu Rutschungen gekommen, welche die damalige Bundesbahn zum Anlass genommen hatte, den Betrieb illegal einzustellen – denn sie hätte die Pflicht gehabt, die Betriebssicherheit wieder herzustellen. Auch für das Panorama für die künftigen Fahrgäste auf einer der schönsten Aussichtslinien in Baden-Württemberg hat die Wiederherstellung freier Ausblicke ihre Vorteile, denn dafür war die Schwarzwaldbahn auf dem Gebirgsabschnitt nach Calw bis zuletzt, 1983, berühmt und beliebt. Das sichert ihr für den künftigen erneuten Betrieb zusätzliche Kundenpotenziale.

Für den Bau der Bahnbrücke über die Bundesstraße 295 in Calw-Heumaden hat der Kreis Calw das Baurecht, so dass die Arbeiten dafür vorbereitet werden. Gleiches gilt für den Abkürzungstunnel bei Ostelsheim sowie die Bahnbrücke über die B 295 in Weil der Stadt.


Kommentare:
Norman Polensky: Nach 30 Jahren hat sich der Naturzustand veraendert.
Grosse Teile der ehmaligen eingestellten Schwarzwaldbahn sind untergegangen.
Es ist doch selbstverständlich, dass zunaechst die Belange des
Naturschuzes und der zuständigen Behörden für diese riogrosen
Rodungs und Faellaktionen einzuholen sind.
Offensichtlich ist der Calwer Landrat der Ansicht, sich in einem rechtsfreien Raum nach Belieben zu verhalten duerfen.
Das Einschreiten des NABU ist daher sehr zu begrüßen (25.11.2016)

Norman Polensky: Mittlerweile wurde das rechtswidrige Roden grosser Abschnitte
mit wertvollen Biotopen vom Gericht untersagt.
Nachdem Calw sich nicht an den Gerichtsbeschluss gehalten hat
musste das Gericht ein zweites Mal tätig werden.
Ein Vorgang der bei uns aeusserst selten ist.
Deutlicher kann eine Ruege nicht mehr ausfallen (12.01.2017)

 
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