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Pressemitteilung 20.01.2019

Negativumweltpreis für 4 Renninger Gemeinderatsfraktionen

Goldene Feinstaubplakette wegen Blockade der Hermann-Hesse-Bahn

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Jeden Tag wälzt sich aus dem Schwarzwald eine Blechlawine an der Rankbachstadt Renningen vorbei. Gefahr droht dieser Blechschlange durch die geplante Wiederinbetriebnahme der Schwarzwaldbahn von Calw her. Doch in Renningen beruft man sich auf Bestandsschutz! Vier Gemeinderatsfraktionen aus Renningen, die SPD, Freie Wähler, CDU, ja sogar die Frauenliste starteten gar eine Unterschriftenaktion gegen die Bahnverbindung von Calw nach Renningen. Dieses Engagement ist der Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn einen Preis wert. Sie verleiht den vier Fraktionen die Goldene Feinstaubplakette. Damit soll ihr Beitrag zu den Dieselfahrverboten in der Region Stuttgart gewürdigt werden.

Der Erfindungsreichtum für Argumente gegen die, nun Hermann-Hesse-Bahn, genannte Schwarzwaldbahn ist ungebrochen. So wird allenfalls eine Endstation Weil der Stadt akzeptiert, deren Unwirtschaftlichkeit bewiesen ist – wohl wissend, dass ein Vorhaben ohne Wirtschaftlichkeit nicht gefördert werden darf. Ein Stresstest wird gefordert – und dann nicht anerkannt. Ein zweiter Stresstest sei das Mindeste, damit man auch diesen ablehnen kann. Außerdem scheinen die Lokalpolitiker den Unterschied von in Deutschland hundertfach eingesetzten Triebwagen und

50 Jahre alten russischen Groß-Diesel-Lokomotiven nicht zu kennen.

Sobald alles nichts mehr hilft, wird eine mögliche S-Bahn Verlängerung gegen die Hermann-Hesse-Bahn ins Feld geführt. Vermutlich steckt die Gewissheit dahinter, dass sich für diese Lösung weitere 10 Jahre überhaupt kein Finanzier finden wird. Brave Renninger Bürger werden mit dieser Schein-Lösung zu Unterschriften geködert.

Es ist erstaunlich, wie viel es den Renninger Gemeindeparlamentariern wert ist, den zunehmenden Autoverkehr auch weiterhin tagtäglich im Blick, in Nase und Ohren zu haben. Oder hofft man insgeheim, auf weitere Fahrverbote?

Soviel Unverstand und Mißgunst kann man nur mit einem Preis belohnen.

Klaus Hünerfeld und Hans-Peter Benzing haben deshalb den Preis jetzt symbolisch den 4 Fraktionen überreicht und am 19. Januar 2019 in den Briefkasten des Renninger Rathauses (Foto) eingeworfen. Die Bürger der Stadt Renningen können bei der kommenden Gemeinderatswahl dazu den vier Gemeinderatsfraktionen ihre Antwort geben.

Die Stadtverwaltung der Stadt Schilda hat jedenfalls sofort nach dem Bekanntwerden des Preises in Renningen wegen einer Städtepartnerschaft nachgefragt.


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